Geschichte des Bären Gonten

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Der Bären schreibt Geschichte – seit Jahrhunderten!

Unser mittelalterliches Kellergewölbe und die jahrhundertealten Holzbalken zeugen davon: Dieses Haus ist nicht erst seit gestern wichtiger Bestandteil des kleinen Appenzeller Dorfes Gonten.

Der Bären gilt als ältestes Privatgebäude in der Gemeinde. Ein Wirtshaus Bären wird 1751 erstmals urkundlich erwähnt. Damals hiessen die Wirtsleute Johann Bartholome Blatter und Maria Genovefa Wissmann. Ihre drei Söhne wurden allesamt Pater. Auch die Tochter Katharina legte im Benediktinerinnenkloster Fahr ihr Gelübde ab.

Im 18. Jahrhundert führten verschiedene Wirte das Lokal meist nebenher. Sie waren gleichzeitig Bademeister im Gontenbad, nahmen Verwaltungsaufgaben im Bezirk wahr und amteten als Kirchenpfleger. Ab 1793 dürfte Anton Joseph Fässler, „Müllers-Stanzli“ genannt, im Bären Gäste verpflegt haben.
Sein Spitzname stammte aus seiner Zeit als Müller auf der Rohrersmühle (heutiger Standort des Kurhauses Jakobsbad). 1816 führte die verwitwete ehemalige Bären-Wirtin Maria Magdalena Joseph Dominika Signer für zwei Jahre das Haus.

In der Folge gab es diverse Pächter- und Besitzerwechsel bis 1895 die 112-jährige Ära Gmünder anbrach. Johann Karl Gmünder kaufte das Gasthaus für 21.000 Franken und ein Trinkgeld von 100 Franken. Die letzte Generation, Charly und Silvia Gmünder, übernahm 1980 die Leitung. Ende der 1990er Jahre wurde das Restaurant vom Gault Millau stets mit 15 Punkten bewertet. 2009 kam Charly Gmünder die Ehre zuteil, zum Abschluss des Präsidialjahres von Bundesrat Hans-Rudolf Merz im Bernerhof in Bern für alle Bundesräte zu kochen.

Zudem war der Bären unter der Ägide Silvia und Charly Gmünder ein angesehener Lehrbetrieb. Rund 80 junge Menschen haben bei ihnen eine Berufslehre absolviert.

Nach einem umfassenden Umbau 2007 wechselte der Bären den Eigentümer. Dr. oec. Hans-Ulrich Dörig führte die Sanierung und den markanten Umbau unter Schonung des geschützten Stammhauses weiter. Für die Gaststuben wählte man konsequent ein Dekor in den Farben rot, gelb und schwarz – in Anlehnung an die Appenzeller Sennentracht. Nach dem Tod von Dörig schloss der Betrieb 2013 vorübergehend und wurde verkauft.

Neue Eigentümerin ist die Hotel Bären Gonten AG. Nach umfassender Renovation 2015 und einem investitionsträchtigen Ausbau 2020 besitzt das Haus nunmehr insgesamt 25 Boutique Zimmer und Suiten im Appenzeller Chic.

Geschichte des Bären Gonten wird weiter geschrieben.